u19 - freestyle computing

Weltherberge Schulhaus

Preis: Goldene Nica - Golden Nica

Auf Wunsch des Künstlers wird kein Material angezeigt.


Schule - Name der Institution
HBLA für Künstlerische Gestaltung Linz und HTBLA Leonding

Adresse (URL):
http://hblakunst-typo3.schule.at/index.php?id=24#c65

Cyberarts 2011 - International Compendium Prix Ars Electronica 2011

Das Projekt Weltherberge: Schulhaus bezieht sich auf die Grund-Metaphorik der Begegnung mit dem Anderen bzw. mit dem Fremden. In der Gastfreundschaft und in der Beherbergung findet diese Begegnung ihren exemplarischen Ausdruck, deren markante Orte die Türe, der Tisch und das Bett sind. Im übertragenen Sinn verweisen die Objekte auf die Begegnung, auf das Ein- und Zulassen, auf die Gastlichkeit beim Tischgespräch und auf die Beherbergung von (fremden) Gästen, denen Ruhe, Intimität und friedliche Nächtigung geboten werden soll.

Die Konzeptbeiträge stammen aus den Fachbereichen: Mediale Darstellungsverfahren, Bildbearbeitung, Graphik und Malerei, textiles Gestalten, Deutsch und Mikroelektronik.

Das Objekt „Bett“ tritt als Speicher von Erinnerungen auf, indem Traumgeschichten als gesprochene Texte und Körpersilhouetten mittels Mehrfachbelichtung aufgezeichnet und überblendet werden. Sozusagen als Verwandlung des intimen in einen öffentlichen Ort, an dem sich die Erinnerungsspuren skizzenhaft ansammeln.

Bebilderte Raumteiler und Rollups verwandeln sich in Projektionsflächen, auf denen bleibende und vergängliche Spuren unterschiedlicher Erinnerungen und Assoziationen aufeinandertreffen; zugleich steuern Bewegungsmelder in Kombination mit Record-Funktionen Mediendateien, die BesucherInnen interaktiv mit zusätzlichen Beiträgen erweitern können.

Ein Tisch birgt sowohl Alltagsspuren als auch Geräusche und Geschichten, auch diese mit Sensortechnik gesteuert. Die verschiedenen medienspezifischen Narrationen - erlebnisauthentisch mundartlich, märchenhaft, als Appell oder Kommentar, als Bild oder (verhülltes) Objekt - verweben sich durch die textilen Hüllen hindurch mit dem interaktiven Verhalten der BesucherInnen.

In der Projektgruppe, bestehend aus mehr als 80 SchülerInnen mit vielen altersspezifischen Eigenschaften und kaum überbietbarer Vielfalt, sind Erfindungen und Konzepte, Phantastisches und Handfestes, Metapher und Realität eine Verbindung eingegangen. Grenzen mussten überwunden werden, damit sowohl die technischen als auch die gestalterischen Ansprüche erfüllt werden konnten. Dies funktionierte auf Grund der Neugier, Innovationsbereitschaft und des Spaßes am weitläufigen Phantasieren. Die ProjektteilnehmerInnen aus zwei sehr verschiedenen Schultypen konnten sich somit ideal ergänzen.